
"Ich bin an Multipler Sklerose erkrankt. Nach der Diagnosestellung war ich zunächst sogar erleichtert, weil unerklärliche Krankheitssymptome nun einen Namen bekommen haben. Doch dann folgte die Angst und die Sorge: Wie wird sich die Krankheit bei mir entwickeln? Mit welchen Behinderungen muss ich lernen zu leben?
Ärzte haben mir Medikamente verschrieben und versucht mir Mut zuzusprechen. Ich wollte Informationen, um mir über den Umgang mit der Erkrankung sicherer zu werden. Und nun???
Ich habe viel gegrübelt und mich gefragt: Habe ich etwas falsch gemacht, dass ich so krank geworden bin?
Plötzlich sehe ich z.B. auch Stress und Überforderung. Welche meiner Ziele sind vor meiner Erkrankung auf der Strecke geblieben? Wie hoch waren doch meine Anforderungen an mich selbst!"
Wie jede Erkrankung kann auch Multiple Sklerose als ein Zusammenwirken von
- biologischen,
- sozialen und
- psychischen Aspekten
betrachtet werden.
Wer diesen Zusammenhang für sich sieht und akzeptiert wird vielleicht für ein größtmögliches Maß an psychischer Ausgeglichenheit sorgen wollen.

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